Chinesische Kräutermedizin in Zürich:
individuelle Rezepturen nach TCM-Diagnose
Neben der Akupunktur ist die Kräutermedizin die zweite grosse Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin. Nach einer ausführlichen Diagnose mit Puls- und Zungenbetrachtung stelle ich Ihnen in meiner Praxis in Zürich Albisrieden eine persönliche Rezeptur zusammen. Sie ist genau auf Ihre Beschwerden abgestimmt und führt die Behandlung zwischen den Terminen zu Hause weiter.
Wie chinesische Kräuter wirken
Chinesische Kräuter sollen nicht nur Beschwerden lindern, sondern die Ursache ausgleichen. Eine Rezeptur besteht aus mehreren Pflanzenteilen wie Blättern, Blüten, Früchten, Wurzeln oder Rinden, manchmal auch aus Mineralien. Welche ich kombiniere, ergibt sich aus der chinesischen Diagnose.
Wirkung: Die Kräuter regulieren den Fluss der Energie und wirken ausgleichend auf Organe und Leitbahnen. So helfen sie, das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang wiederherzustellen.
Geprüfte Qualität: Ich arbeite nur mit spezialisierten Schweizer Lieferanten zusammen: Dr. Noyer, Lian Chinaherb und Complemedis. Jede Charge wird auf Identität, Reinheit und Schadstoffe geprüft, insbesondere auf Schwermetalle, Pestizide und Schimmelpilzgifte (Aflatoxine).
Ein Schwerpunkt der Kräutermedizin sind Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ekzeme oder Akne. Hier lässt sich die Rezeptur besonders fein an den Zustand der Haut anpassen.
Tropfen, Tabletten, Granulat oder Tee
Die Kräuter müssen in Ihren Alltag passen. Deshalb gibt es sie in verschiedenen Formen:
Tropfen: meine bevorzugte Empfehlung, meist von der Apotheke Dr. Noyer. Sie sind einfach einzunehmen, gut verträglich und ideal für unterwegs.
Tabletten: gepresstes, konzentriertes Kräuterpulver. Sie schmecken nach nichts und lassen sich unauffällig einnehmen.
Granulat: wird in warmem Wasser aufgelöst und lässt sich flexibel dosieren.
Tee zum Kochen (Rohkräuter): die traditionellste Form. Sie kochen die Kräuter selbst; das braucht etwas Zeit, gilt aber als besonders kräftig.
Wirkung und Verträglichkeit der chinesischen Arzneimittel
Wie wirken chinesische Arzneimittel?
Chinesische Arzneimittel regulieren die Energie (Qi) und bringen Yin und Yang wieder ins Gleichgewicht. Anders als westliche Medikamente sollen sie vor allem die Selbstheilungskräfte der Organe und Leitbahnen stärken.
Mögliche Nebenwirkungen
Da jede Rezeptur individuell auf Ihre Konstitution abgestimmt wird, sind klassische Nebenwirkungen selten. Gelegentlich verändert sich die Verdauung leicht, zum Beispiel mit weicherem Stuhl oder einem Völlegefühl. Melden Sie sich in diesem Fall bei mir, dann passe ich die Rezeptur an.
Ein Verlauf aus meiner Praxis
Ausgangslage: Ein 71-jähriger Mann litt unter innerer Unruhe, Schlafstörungen, Müdigkeit nach dem Essen, gelegentlichem Nachtschweiss und leichtem Schwindel bei emotionaler Anspannung. Viele Menschen um sich herum waren ihm äusserst unangenehm.
Aus Sicht der TCM: Die Erschöpfung von Herz- und Nieren-Yin (Shao Yin), zusammen mit einer altersbedingten Verdauungsschwäche (Feuchtigkeit), macht den Geist (Shen) unruhig und reizbar.
Behandlung: Eine individuelle Kräuterrezeptur, angelehnt an die klassischen Formeln Suan Zao Ren Tang und Ban Xia Bai Zhu Tian Ma Tang. Wegen der tiefen Substanzschwäche nimmt er sie seit über fünf Jahren ein.
Verlauf: Heute braucht er nur noch ein Drittel der ursprünglichen Dosis. Er ist ausgeglichener, weniger müde und erträgt die Nähe anderer Menschen viel besser.
Fazit: Bei tiefen, altersbedingten Mängeln gibt es keine schnellen Lösungen. Eine massgeschneiderte Kräutermedizin kann aber über längere Zeit zu mehr innerer Ruhe und Lebensqualität verhelfen.
Weitere Erfahrungen: Was Patientinnen und Patienten schreiben
Häufige Fragen zur Kräutermedizin
In welcher Form bekomme ich die Kräuter?
Je nach Wunsch als Granulat zum Auflösen in warmem Wasser, als Tabletten oder als Tropfen. Das Granulat schmeckt je nach Rezeptur bitter oder erdig. Wer den Geschmack nicht mag, nimmt Tabletten oder Tropfen.
Wie werden Qualität und Schadstofffreiheit geprüft?
Die Kräuter werden auf Schwermetalle, Pestizide, Aflatoxine (Schimmelpilzgifte) und auf die Identität der Pflanze geprüft. Granulat und Tabletten beziehe ich von Lian China Herb und Complemedis, die Tropfen stellt die Apotheke Dr. Noyer in Bern her. Die Tropfen sind mit Glycerin stabilisiert, einem natürlichen Stabilisator – so braucht es keinen Alkohol.
Verträgt sich das mit meinen Medikamenten?
Das kläre ich vor jeder Rezeptur ab. Bitte bringen Sie eine aktuelle Liste Ihrer Medikamente mit, auch von Nahrungsergänzungsmitteln. Besonders wichtig ist das bei Blutverdünnern, Herzmedikamenten und Medikamenten, die das Immunsystem dämpfen. Wo ich Zweifel habe, verschreibe ich die Kräuter nicht oder spreche mich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sagen Sie es mir bitte. Dann wähle ich die Kräuter besonders sorgfältig aus oder verzichte ganz darauf.
Wie lange muss ich die Kräuter einnehmen?
Bei akuten Beschwerden oft nur einige Tage bis zwei Wochen, bei chronischen Beschwerden meist mehrere Wochen bis Monate. Ich passe die Rezeptur bei jedem Termin an, weil sich das Muster im Verlauf verändert.
Was kostet eine Monatsrezeptur?
Eine Monatsrezeptur kostet ca. CHF 200–300. Die Zusatzversicherung übernimmt je nach Police meist 75 bis 90 Prozent der Kosten. Wie viele Sitzungen bezahlt werden, ist von Kasse zu Kasse verschieden – bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.
Kosten und Krankenkasse
Erstkonsultation CHF 225.– (rund 90 Minuten), Folgebehandlung CHF 150.– (rund 60 Minuten).
Die meisten Zusatzversicherungen für Komplementärmedizin übernehmen einen Teil der Kosten. Ich bin beim EMR registriert und Mitglied beim NVS.
Chinesische Kräuter lassen sich gut mit einer Akupunktur-Behandlung kombinieren. Ich freue mich, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Wohlbefinden zu begleiten.
Kräuter wirken selten allein. Wie sie sich mit Akupunktur, Ernährung und den übrigen Verfahren ergänzen, steht in der Übersicht zu den Grundlagen der Chinesischen Medizin.