Neurodermitis, Akne, Ekzeme:
Hauterkrankungen von innen behandeln
Welche Hauterkrankungen sich behandeln lassen – von Neurodermitis bis Akne
In der Praxis begegnen mir vor allem:
- Neurodermitis (atopisches Ekzem)
- Akne und unreine Haut, auch im Erwachsenenalter
- Ekzeme, trockene Haut und Handekzeme
- Schuppenflechte (Psoriasis)
- Nesselsucht (Urtikaria) und Juckreiz ohne klaren Befund
- Rosazea und gerötete, empfindliche Gesichtshaut
- Hautprobleme, die sich unter Anspannung und innerer Unruhe verschlechtern
- Hautveränderungen rund um den Zyklus oder in den Wechseljahren
Neurodermitis: Schübe seltener und milder machen
Neurodermitis ist die Hauterkrankung, die ich am häufigsten behandle. In der Chinesischen Medizin unterscheide ich dabei den nässenden, entzündeten Schub von der trockenen, rissigen Phase dazwischen – beide brauchen eine andere Kräuterrezeptur. Das Ziel ist nicht die schnelle Glättung der Haut, sondern längere ruhige Phasen und Nächte, in denen Sie durchschlafen können.
Akne und unreine Haut – auch im Erwachsenenalter
Bei Akne schaue ich zuerst dorthin, wo sie entsteht: auf Verdauung, Zyklus und Anspannung. Besonders Akne, die erst nach dem 25. Lebensjahr auftritt oder sich vor der Periode verschlechtert, spricht auf eine innerliche Behandlung oft gut an. Chinesische Kräuter kühlen die Entzündung, die Akupunktur nimmt den Druck heraus, der die Haut zusätzlich reizt.
Schuppenflechte (Psoriasis): kühlen und nähren
Die Schuppenflechte verläuft in Schüben und reagiert empfindlich auf Stress, Infekte und Alkohol. Aus Sicht der Chinesischen Medizin mischen sich hier Hitze im Blut und eine über Jahre zu trocken gewordene Haut. Entsprechend läuft die Behandlung zweigleisig – kühlen und gleichzeitig nähren – und sie braucht Geduld, in der Regel mehrere Monate.
Ekzeme, Handekzem und Juckreiz ohne klaren Befund
Handekzeme treffen häufig Menschen, die beruflich viel mit Wasser, Reinigungsmitteln oder Handschuhen zu tun haben. Und mancher Juckreiz bleibt trotz vollständiger Abklärung ohne Befund. In beiden Fällen lohnt der Blick nach innen: Was trocknet die Haut aus, was heizt sie auf, was hält den Juckreiz nachts wach?
Bei plötzlich auftretenden, grossflächigen Ausschlägen, bei Verdacht auf eine Infektion oder auf eine allergische Reaktion gehört die Abklärung zuerst in dermatologische oder hausärztliche Hände. Die Chinesische Medizin ergänzt diese Behandlung – sie ersetzt sie nicht. Wo meine Arbeit aufhört und ärztliche Hilfe gefragt ist, habe ich auf der Seite Grenzen der TCM ausführlich beschrieben.
Wie die Chinesische Medizin die Haut versteht
Da die Haut oft als «Spiegel der Seele» oder des inneren Stoffwechsels gilt, können vielfältige Faktoren von Hormonen bis hin zu Immunreaktionen dahinterstecken. Eine fundierte Übersicht zu den verschiedenen Erscheinungsbildern und Hintergründen von Hautveränderungen bietet das Gesundheitsportal NetDoktor mit seiner Fachübersicht zu Hautkrankheiten.
In der Chinesischen Medizin ist die Haut die äusserste Schicht eines Ganzen. Was sich dort zeigt, wird nicht als örtliches Problem gelesen, sondern als Hinweis darauf, was im Inneren zu viel oder zu wenig ist. Vier Muster begegnen mir bei Hauterkrankungen immer wieder:
- Hitze – Rötung, Brennen, entzündete und überwärmte Stellen.
- Feuchtigkeit – Nässen, Bläschen, Krusten; oft zusammen mit einer belasteten Verdauung.
- Trockenheit – schuppige, rissige, spannende Haut, die über längere Zeit zu wenig genährt wurde.
- Wind – alles, was wandert und plötzlich kommt: Juckreiz und Quaddeln.
Meist mischen sich diese Muster, und sie verändern sich im Verlauf. Eine nässende, gerötete Neurodermitis im Schub braucht deshalb eine andere Rezeptur als dieselbe Haut, wenn sie Monate später nur noch trocken und rissig ist. Genau diese Unterscheidung macht die chinesische Kräutermedizin bei Hauterkrankungen so gut steuerbar.
Wie ich Hauterkrankungen behandle
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch: wann es begonnen hat, was besser und was schlechter macht, wie es um Verdauung, Schlaf und Belastung steht. Dazu kommen Puls- und Zungendiagnostik. Daraus ergibt sich das Muster – und daraus Ihre Behandlung.
- Chinesische Kräutermedizin: bei Hauterkrankungen mein wichtigstes Mittel. Die Rezeptur wird für Sie zusammengestellt und im Verlauf immer wieder angepasst.
- Akupunktur: beruhigt den Juckreiz, nimmt Anspannung heraus und unterstützt die Rezeptur.
- Ernährung nach TCM: wenige, alltagstaugliche Anpassungen statt langer Verbotslisten.
Chinesische Kräutermedizin und Akupunktur sind mein Hauptgebiet in der TCM – als eidg. dipl. Naturheilpraktiker TCM mit über 25 Jahren Erfahrung.
Eine erste Veränderung zeigt sich bei den meisten nach zwei bis drei Monaten. Bei Hauterkrankungen, die seit vielen Jahren bestehen, kann es länger dauern. Wir schauen unterwegs gemeinsam, was sich bewegt hat und was die Rezeptur noch braucht. Alles zu Terminen und Preisen finden Sie unter Ablauf & Kosten.
Ein Verlauf aus meiner Praxis
Ausgangslage: Eine 56-jährige Patientin kam vor drei Jahren in die Praxis. Sie litt unter stark trockener Haut, Hitzewallungen, nächtlichem Schwitzen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, die mit dem schleichenden Beginn der Wechseljahre ab 54 eingesetzt hatten.
Aus Sicht der TCM: Der sinkende Hormonspiegel entspricht in der TCM einem Schwinden des Yin und der Körpersäfte. Die Folge sind Trockenheit – auch der Haut –, Hitze und innere Unruhe.
Behandlung: Die Patientin erhielt individuell abgestimmte chinesische Kräuter, die das Yin nähren und die Körpersäfte wieder aufbauen.
Verlauf: Nach drei Monaten hatten sich Stimmung und Schlaf deutlich gebessert. Als sie die Kräuter daraufhin eigenmächtig absetzte, kehrten die Beschwerden nach einem Monat leicht zurück. Nach dem Wiederaufnehmen und einer späteren schrittweisen Halbierung der Dosis blieb sie stabil; nur bei starkem Stress zeigt sich das nächtliche Schwitzen wieder leicht. Mit dem Aufbau von Substanz (Yin) besserte sich auch die Haut: Sie fühlt sich für die Patientin weniger trocken an.
Fazit: Die Haut bessert sich meist zuletzt und braucht länger als die anderen Beschwerden. Hormonelle Umstellungen verlangen Geduld und Kontinuität: So wie eine Hormontherapie in der Schulmedizin fortlaufend erfolgt, braucht auch die Kräutermedizin bei einem chronischen Mangel an Substanz einen langen Atem – dafür ist sie ein natürlicher, regulierender Weg.
Weitere Erfahrungen: Was Patientinnen und Patienten schreiben
Häufige Fragen zu Hauterkrankungen
Hilft die Chinesische Medizin bei Neurodermitis?
Neurodermitis gehört zu den Hauterkrankungen, die ich am häufigsten behandle. Das Ziel ist nicht, die Haut in zwei Wochen glatt zu bekommen, sondern die Schübe seltener und milder zu machen und die ruhigen Phasen zu verlängern. Die chinesische Kräuterrezeptur wird dabei laufend an den Hautzustand angepasst – im Schub anders als in der trockenen Phase. Wichtig ist Geduld: Wir rechnen in Monaten, nicht in Tagen.
Ehrlich gesagt: Die Studienlage zur chinesischen Kräutermedizin bei Neurodermitis ist dünner als bei manch anderem Beschwerdebild. Einzelne Studien zeigen Verbesserungen, für einen eindeutigen Wirksamkeitsnachweis reichen sie bisher nicht aus. Was ich Ihnen anbieten kann, ist die Erfahrung aus über 25 Jahren Praxis – und eine offene Zwischenbilanz nach acht bis zehn Wochen.
Wie lange dauert es, bis sich etwas verändert?
Die meisten bemerken nach zwei bis drei Monaten eine erste Veränderung: weniger Juckreiz, ruhigere Nächte, kleinere Schübe. Bei Hauterkrankungen, die seit vielen Jahren bestehen, kann es länger dauern. Nach etwa acht bis zehn Wochen bespreche ich mit Ihnen offen, was sich bewegt hat und ob der eingeschlagene Weg stimmt.
Muss ich meine Cortisonsalbe absetzen?
Nein – und bitte setzen Sie nichts eigenmächtig ab. Eine Salbe, die Ihnen im Schub hilft, dürfen Sie weiter verwenden; wir arbeiten parallel daran, dass Sie sie seltener brauchen. Änderungen an einer ärztlich verordneten Therapie besprechen Sie bitte mit der Ärztin oder dem Arzt, der sie verschrieben hat.
Kommt es zu Beginn zu einer Erstverschlechterung?
Eine eigentliche Erstverschlechterung habe ich in meiner Praxis noch nie erlebt. Wenn sich die Haut unter einer Kräuterrezeptur tatsächlich verschlechtert, ist das erfahrungsgemäss eine allergische Reaktion auf die Kräuter selbst – zum Glück sehr selten. Melden Sie sich in einem solchen Fall bitte sofort bei mir: Wir setzen die Rezeptur ab und stellen sie neu zusammen.
In welcher Form nehme ich die chinesischen Kräuter ein?
Am häufigsten empfehle ich Tropfen (Tinkturen): einfach einzunehmen, gut verträglich und alltagstauglich. Möglich sind ebenso Tabletten, Granulat zum Auflösen in warmem Wasser oder der klassische Kräutertee. Ich arbeite ausschliesslich mit spezialisierten Schweizer Apotheken zusammen, die jede Charge auf Reinheit und Schadstoffe prüfen. Mehr dazu auf der Seite Chinesische Kräutermedizin.
Hilft TCM auch bei Akne im Erwachsenenalter?
Ja. Gerade Akne, die erst nach dem 25. Lebensjahr auftritt oder sich rund um den Zyklus verschlechtert, ist selten nur ein Hautthema. Ich schaue deshalb besonders auf Zyklus, Verdauung und Anspannung – und behandle die Haut über diesen Weg mit.
Kann ich mit der Ernährung etwas beitragen?
Ja, und es braucht dafür keine strenge Diät. Bei nässenden, entzündlichen Hauterkrankungen wirken meist schon wenige Anpassungen: weniger Zucker, Alkohol, Weizen und Milchprodukte sowie weniger stark erhitzende Speisen, dafür warme, gut verdauliche Mahlzeiten. Weizen und Milchprodukte erzeugen aus Sicht der Chinesischen Medizin Feuchtigkeit und Schleim – gerade bei nässenden Ekzemen lohnt es sich fast immer, beides eine Zeit lang deutlich zu reduzieren. Was für Sie sinnvoll ist, hängt vom Muster ab; wir legen es gemeinsam fest. Grundsätzliches dazu finden Sie unter Ernährung nach TCM.
Soll ich Fotos meiner Haut mitbringen?
Ja, das hilft sehr. Die Haut verändert sich oft von Woche zu Woche, und am Tag der Behandlung ist sie vielleicht gerade ruhiger. Fotos aus schlechten Phasen zeigen mir, wie die Beschwerden wirklich aussehen.
Später lässt sich mit Fotos auch der Verlauf gut vergleichen.
Kosten und Krankenkasse
Erstkonsultation CHF 225.– (rund 90 Minuten), Folgebehandlung CHF 150.– (rund 60 Minuten).
Die meisten Zusatzversicherungen für Komplementärmedizin übernehmen einen Teil der Kosten. Ich bin beim EMR registriert und Mitglied beim NVS.