Frau mit Wärmflasche auf dem Sofa hält sich den Unterbauch – Menstruationsbeschwerden TCM Zürich, Praxis Claude Scheer Albisrieden

Menstruations­beschwerden:
Zyklusschmerzen mit TCM lindern

In meiner Praxis in Zürich Albisrieden behandle ich Frauen, deren Zyklus Monat für Monat zur Belastung wird – mit Akupunktur, chinesischer Kräutermedizin und Ernährungsberatung. Schmerzen während der Periode sind verbreitet – sie aber hinzunehmen, muss nicht sein. Als eidg. dipl. Naturheilpraktiker TCM mit über 25 Jahren Erfahrung schaue ich nicht nur auf die Tage der Blutung, sondern auf den ganzen Zyklus. Oft liegt der Ansatzpunkt in der Phase davor. Einen Überblick über die Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin – Geschichte, Diagnose und die fünf Säulen – finden Sie auf meiner Übersichtsseite.

Welche Zyklusbeschwerden sich behandeln lassen

In der Praxis begegnen mir vor allem:

  • krampfartige Regelschmerzen (Dysmenorrhoe)
  • Rücken- und Unterbauchschmerzen vor und während der Blutung
  • prämenstruelles Syndrom mit Reizbarkeit, Weinerlichkeit oder Spannungsgefühl in der Brust
  • unregelmässiger oder ausbleibender Zyklus
  • zu starke oder zu schwache Blutung
  • Kopfschmerzen und Migräne rund um die Periode
  • Verdauungsbeschwerden und Wassereinlagerungen im Zyklusverlauf
  • Müdigkeit und Erschöpfung in den Tagen davor

Erfahrungsgemäss sprechen krampfartige Schmerzen und prämenstruelle Beschwerden gut auf die Behandlung an. Ein bestimmtes Ergebnis kann ich nicht versprechen – wie Ihr Körper reagiert, zeigt sich in den ersten Zyklen.

Wie die Chinesische Medizin den Zyklus versteht

In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt ein beschwerdefreier Zyklus als Zeichen dafür, dass Blut und Energie (Qi) frei fliessen. Schmerz entsteht aus Sicht der TCM dort, wo dieser Fluss stockt oder wo es an Substanz fehlt, die den Fluss trägt.

Daraus ergeben sich unterschiedliche Muster:

  • Staut sich der Fluss, sind die Schmerzen krampfartig, oft vor der Blutung am stärksten, und die Blutung kommt schwer in Gang.
  • Fehlt Wärme, ziehen die Schmerzen dumpf und bessern sich durch eine Wärmflasche.
  • Fehlt Substanz, setzen die Beschwerden eher gegen Ende der Blutung ein und gehen mit Erschöpfung einher.

Diese Einteilung ist ein Ordnungsmodell für die Behandlung, keine schulmedizinische Diagnose. Ihr Nutzen: Zwei Frauen mit denselben Regelschmerzen bekommen bei mir zwei verschiedene Behandlungen – je nachdem, wann die Schmerzen auftreten und worauf sie reagieren.

Behandlung von Menstruationsbeschwerden

Am Anfang steht ein ausführliches Erstgespräch von rund 90 Minuten mit Anamnese, Puls- und Zungendiagnose. Weil sich Zyklusbeschwerden über den Monat verändern, frage ich genau nach dem Verlauf – wann die Schmerzen beginnen, wie die Blutung aussieht, wie es Ihnen in den Tagen davor geht.

Daraus entsteht Ihr Behandlungskonzept, meist aus mehreren Bausteinen:

Die Behandlung richtet sich nach Ihrem Zyklus. Meist planen wir drei bis vier Zyklen, um eine Veränderung beurteilen zu können, und besprechen den Verlauf nach jeder Sitzung.

Ein Verlauf aus meiner Praxis

Ausgangslage: Eine 33-jährige Patientin kam in die Praxis, weil sie seit mehreren Monaten keine Menstruation mehr hatte. Dazu kamen starke Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Frieren.

Aus Sicht der TCM: Im Gespräch wurde schnell klar, dass sie sich seit längerem unregelmässig und einseitig von Junkfood ernährte und sich keine Zeit zum Kochen nahm. Dem Körper fehlte dadurch die Substanz, die er für den Zyklus braucht.

Behandlung: Ich erklärte ihr die Grundzüge einer warmen, regelmässigen Ernährung nach TCM und verschrieb ihr parallel chinesische Kräuter, um den Körper wieder aufzubauen.

Verlauf: Die Patientin nahm die Lage ernst und stellte ihre Gewohnheiten mit viel Eigeninitiative um. Nach drei Monaten konsequenter Ernährung und Kräutereinnahme setzte die Menstruation wieder ein. Nach weiteren drei Monaten Kräutermedizin war der Zyklus wieder ganz regelmässig.

Fazit: In solchen Fällen hängt viel von der eigenen Mitarbeit ab. Die TCM ist kein Mittel, das man passiv einnimmt – zusammen mit einer konsequenten Ernährungsumstellung kann sie aber helfen, das natürliche Gleichgewicht wiederzufinden.

Weitere Erfahrungen: Was Patientinnen und Patienten schreiben

Häufige Fragen (FAQ) zu Menstruations­beschwerden

Viele Frauen bemerken eine erste Veränderung nach ein bis zwei Zyklen. Weil der Zyklus ein monatlicher Rhythmus ist, braucht die Beurteilung Zeit – nach drei bis vier Zyklen lässt sich sagen, wohin die Behandlung führt.

Ja. Die Behandlung versteht sich als Ergänzung, nicht als Ersatz. Wenn Sie hormonell verhüten, besprechen wir das im Erstgespräch – gerade bei chinesischen Kräuterrezepturen ist es wichtig, dass ich alle Präparate kenne. Absetzen sollten Sie eine ärztlich verordnete Verhütung nur in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Behandlung kann begleitend Beschwerden lindern, ersetzt aber weder die gynäkologische Abklärung noch die schulmedizinische Therapie. Bei beiden Diagnosen arbeite ich ergänzend und in Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ja, das ist möglich. Je nach Beschwerden plane ich die Termine gezielt in eine bestimmte Zyklusphase, zum Beispiel kurz vor der Periode bei starken Krämpfen.

Es hilft, wenn Sie Ihren Zyklus und Ihre Beschwerden einige Monate lang notieren und die Notizen mitbringen.

Wärme ist das einfachste und wirksamste Hausmittel – eine Wärmflasche auf dem Unterbauch entspannt die Muskulatur. In den Tagen vor der Blutung helfen vielen Frauen warme, gekochte Speisen mehr als Rohkost und Kaltgetränke. Ruhige Bewegung tut gut, Leistungssport in dieser Phase eher nicht.

Bei plötzlich deutlich stärkeren oder anders gearteten Schmerzen, bei sehr starken oder lang anhaltenden Blutungen, bei Zwischenblutungen, bei ausbleibender Periode ohne Schwangerschaft oder bei unerfülltem Kinderwunsch gehört die Abklärung zuerst in gynäkologische Hände. Starke Regelschmerzen können eine behandelbare Ursache wie Endometriose haben – diese Abklärung sollte nicht aufgeschoben werden. Wo meine Arbeit aufhört und ärztliche Hilfe gefragt ist, habe ich auf der Seite Grenzen der TCM ausführlich beschrieben.

Da Regelschmerzen vielfältige Ursachen haben können – von hormonellen Faktoren bis hin zu muskulären Verspannungen im Unterleib –, ist eine genaue Betrachtung wichtig. Fundierte Einblicke in die Entstehung und schulmedizinische sowie unterstützende Massnahmen bietet beispielsweise die Übersicht zu Regelschmerzen auf NetDoktor.

Kosten und Krankenkasse

Erstkonsultation CHF 225.– (rund 90 Minuten), Folgebehandlung CHF 150.– (rund 60 Minuten).

Die meisten Zusatzversicherungen für Komplementärmedizin übernehmen einen Teil der Kosten. Ich bin beim EMR registriert und Mitglied beim NVS.

→ Alles zu Ablauf, Kosten und Rückerstattung